Über die Fakultät

Die Wurzeln der Leipziger Bauausbildung gehen bis in das Jahr 1764 zurück, wobei jedoch erst 1838, mit der Gründung der Königlich-Sächsischen Baugewerkeschule, eine wissenschaftliche Orientierung der Ausbildung für das Baugewerbe begann. Die Fakultät Bauwesen knüpft somit an eine lange Tradition verschiedener Bildungseinrichtungen an, so unter anderem der Hochschule für Bauwesen und der Technischen Hochschule.

Die heutige Fakultät Bauwesen mit ihren ca. 25 Professuren und zahlreichen Haushalts- und Drittmittelbeschäftigten versteht sich als in der Lehre anerkannte und zugleich forschungsstarke Bildungseinheit, die die zentrale Bildungsstätte für eine anwendungsorientierte wissenschaftliche Bauausbildung in Mitteldeutschland darstellt.

Ca. 1.400 Studierende verteilen sich auf die Studiengänge des Bauingenieurwesens, zu denen jährlich ca. 350 Erstsemesterstudierende der Fakultät hinzukommen. Die Umstellung der Studiengänge auf die Abschlüsse Bachelor (6 Semester) und Master (4 Semester) im Zuge des Bolognaprozesses ist abgeschlossen. In allen Studiengängen erfreut sich die Fakultät einer sehr regen Nachfrage, was sich in den seit Jahren steigenden Bewerberzahlen auf die an der Fakultät zu vergebenden Studienplätze manifestiert. In den Bachelorstudiengängen wurde die Ausrichtung des Studiums als berufsqualifizierend, praxisorientiert und anwendungsbezogen beibehalten. Der konsekutive viersemestrige Masterstudiengang Bauingenieurwesen spiegelt darüber hinaus die Forschungsschwerpunkte der Fakultät und das Humboldt’sche Ideal der Einheit von Lehre und Forschung wider.

Durch die Vermittlung eines breit gefächerten Wissens verfügen die Absolventen über die im Beruf erforderliche Flexibilität. Gemeinsam mit der Fakultät Wirtschaftswissenschaften werden überdies Studiengänge in der Studienrichtung Wirtschaftsingenieurwesen (Bau) angeboten. Als Botschafter der Leipziger Bauausbildung nehmen immer mehr studentische Fakultätsmitglieder die Chance wahr, ein gefördertes Teilstudium oder Praktika im Ausland abzuleisten. Ebenso schätzt sich die Fakultät Bauwesen glücklich, in jedem Semester zahlreiche ausländische Studierende an unserer Hochschule begrüßen zu dürfen. Dieser rege Austausch trägt dazu bei, die vielen partnerschaftlichen Beziehungen zu ausländischen Hochschulen mit Leben zu erfüllen.

Den Studierenden stehen gut ausgestattete Labore, Kabinette und Unterrichtsräume zur Verfügung, die praxisnahe Lehrveranstaltungen und eigenes Experimentieren ermöglichen. Auf mehr als 3000 m² Laborfläche sind Übungen und Laborpraktika genauso wie Grundlagen- und Auftragsforschung auf hohem Niveau möglich. Die Labore befinden sich auf dem neuesten technischen Stand, was es der Fakultät ermöglicht, z. B. im Bereich der Baustoffprüfung, fast alle standardisierten Prüfverfahren anzuwenden.

Die Fakultät Bauwesen der HTWK Leipzig ist, vor allem auch aus der Tradition der Technischen Hochschule heraus, äußerst forschungsstark. Über die Erkenntnisse aus Forschung und Weiterbildung wird letztendlich auch die Lehre in den Studiengängen befruchtet. Geforscht wird zu den vielfältigsten Themen. Exemplarisch sollen die Forschungsschwerpunkte Bausubstanzerhaltung, Innovative Baustoffe, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, Stadthydrologie sowie Geotechnik genannt werden. Eine Promotion besonders befähigter Absolventinnen und Absolventen, die eine wissenschaftliche Karriere anstreben, ist in Kooperation mit Universitäten im In- und Ausland möglich. Die Fakultät bietet damit dem eigenen wissenschaftlichen Nachwuchs die Perspektive einer akademischen Karriere und unterstützt somit die Forschungsarbeit der Nachwuchswissenschaftler.

Zeittafel zur Historie der HTWK Leipzig

1764

Zeichnungs-, Mahlerey- und Architektur-Academie zu Leipzig Direktor Adam Friedrich Oeser (1717-1799)

1838

Königlich-Sächsische Baugewerkenschule zu Leipzig Direktor Albert Geutebrück (1801-1868)

1869

Buchdruckerlehranstalt Leipzig

1875

Städtische Gewerbeschule zu Leipzig Direktor Ludwig Nieper (1826-1906)

1909

Königlich-Sächsische Bauschule

1914

Fachschule für Bibliothekstechnik und -verwaltung Leipzig

1920

Sächsische Staatsbauschule

1922

Höhere Maschinenbauschule Leipzig

1946

Fachschule für Bibliothekare Leipzig und

1949

Fachschule für Energie Markkleeberg

1950

Ingenieurschule für Polygraphie Leipzig

1954

Fachschule für Museumsassistenten Leipzig

1954

Hochschule für Bauwesen Leipzig

1955

Fachschule für Bibliothekare an wissenschaftlichen Bibliotheken Leipzig

1956

Ingenieurschule für Schwermaschinenbau und  Elektrotechnik Leipzig

1956

Ingenieurschule für Gastechnik Leipzig

1957

Fachschule für Buchhändler Leipzig vereinigt zur

1966

Fachschule für Museologen Leipzig

1969

Ingenieurhochschule Leipzig

1970

Ingenieurschule für Energiewirtschaft Leipzig

1970

Fachschule für wissenschaftliches Bibliothekswesen

1977

Technische Hochschule Leipzig

1985

Fachschule für Bibliothekare und Buchhändler Leipzig

1988

Institut für Museologie Leipzig

1992

Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig